Profil
Seit über 25 Jahren vermittelt die Realschule Speicher den qualifizierten Sekundarabschluss I, der junge Menschen zum Eintritt in berufsbezogene und auch in studienbezogene Bildungsgänge berechtigt.
In den Klassenstufen 5 und 6 kooperiert die Realschule mit der St.-Michael-Hauptschule Speicher. Diese beiden ersten Klassenstufen der Sekundarstufe I bilden die schulartübergreifende Orientierungsstufe. Nach dem besonders erfolgreichen Besuch der Klassenstufe 6 können die Kinder von der schulartübergreifenden Orientierungsstufe in die Realschule wechseln. Sie werden dort in vier Schuljahren zur sogenannten mittleren Reife
geführt. Aber auch Schülerinnen und Schüler anderer Schulen können nach dem erfolgreichen Besuch der Orientierungsstufe in die Klassenstufe 7 der Realschule Speicher aufgenommen werden.
Zur Zeit unterrichten ca. 20 Lehrkräfte der Realschule in der schulartübergreifenden Orientierungsstufe sowie in den acht Klassen der Klassenstufen 7 bis 10. Die Klassenstärken sind optimal: Sie bewegen sich in der Regel zwischen 15 und 21 Schülern, wodurch eine für die pädagogische Arbeit äußerst günstige Voraussetzung gegeben ist. Besonders hervorzuheben sind auch die guten räumlichen Bedingungen sowie die hervorragende Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln. Jeder Klassenraum verfügt neben dem üblichen Mobiliar über offene Regale, in denen Materialien für Freiarbeit und Projekte sowie Nachschlagewerke untergebracht sind. Eine besondere Bedeutung hat der Computerraum mit 15 PC, die im Wahlpflichtbereich, in freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen sowie im Pflichtbereich — inzwischen in fast allen Fächern — eingesetzt werden. Um den Schülerinnen und Schülern den Sprung ins Informationszeitalter zu erleichtern, hat die Realschule Speicher seit Oktober 1996 von jedem PC aus Zugang zum Internet. Jeder Schüler hat seine eigene E-Mail-Adresse.
Eingangsphase für die 7. Klassen
Da die Schülerinnen und Schüler, die in die siebten Klassen aufgenommen werden, aus verschiedenen Lerngruppen kommen und somit über unterschiedliche Lernvoraussetzungen verfügen, erfolgt in der ersten Schulwoche eine Einführung in den stundenplanmäßigen Unterricht. Bereits in den vorausgehenden Sommerferien werden die Schülerinnen und Schüler durch einen Brief der Klassenleitung auf den besonderen Ablauf der ersten Schulwoche hingewiesen. Der erste Schultag dient der Förderung der neuen Klassengemeinschaft. Dazu finden zunächst Kennenlernspiele statt, gemeinsam werden Verhaltensregeln aufgestellt und das Klassenzimmer gestaltet. In den Folgetagen werden Fächer mit einer Doppelstunde begonnen, um das Kennenlernen der Fachlehrkräfte zu beschleunigen. Die Eingangswoche endet mit einem Wandertag, der in ein kleines Grillfest auf dem Schulgelände mündet, zu dem auch die Eltern eingeladen werden. In den Folgewochen werden weitere pädagogische Maßnahmen zum Angleichen der Lernbedingungen ergriffen.
Wahl- und Wahlpflichtangebot, Arbeitsgemeinschaften
Der Unterricht in der Realschule erfolgt in der Regel im Klassenverband. Nur im Wahlpflichtbereich und im Wahlbereich werden nach Interessen, Neigungen und Begabungen klassenübergreifende, in freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen auch klassenstufenübergreifende Lerngruppen gebildet. Hinzu kommen Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag.
Die Realschule hat neben dem Erziehungsauftrag die Aufgabe, eine wirklichkeitsbezogene und zeitgemäße Allgemeinbildung zu vermitteln. Zudem soll eine berufsvorbereitende Grundbildung den Realschulabsolventen befähigen, verantwortlich Aufgaben im sozialen, kaufmännischen und technischen Bereich sowie im Verwaltungsbereich wahrzunehmen. Dazu bietet die Realschule bereits ab Klasse 7 verschiedene Lernschwerpunkte zur Wahl an und zwar im sprachlichen, im sozialen, im naturwissenschaftlichen und im wirtschaftlichen Bereich. Die Wahlfreiheit soll:
- eine höhere Lernbereitschaft erzeugen
- persönliche Talente entfalten
- das Selbstbewusstsein stärken
- den persönlichen Einsatz für Gemeinschaftsaufgaben fördern
- den Start in die Wirtschafts- und Arbeitswelt erleichtern und
- zu höherer Leistungsbereitschaft anregen.
Das Wahlpflichtangebot unterscheidet sich in den Klassenstufen 7/8 und 9/10.
Pädagogische Schwerpunkte
Zu einem besonderen Schwerpunkt hat sich in den letzten Jahren der Bereich des Offenen Unterrichts herausgebildet. In dieser Unterrichtsform erfahren die Schülerinnen und Schüler eine Förderung im eigenverantworteten und selbstgesteuerten Lernen, um sie auf die vor allem im späteren Leben so wichtigen Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, lebenslanges Lernen, selbständige Erarbeitung von Problemlösungen, sachgerechter Umgang mit Informationsquellen u.a.m. vorzubereiten.
Auch in der Fremdsprachenarbeit hat die Realschule Speicher eine Reihe von Erfolgen aufzuweisen. Seit einigen Jahren nehmen Schülergruppen äußerst erfolgreich an Fremdsprachenwettbewerben teil.
In der Klassenstufe 9 bietet die Realschule die Teilnahme an einem zweiwöchigen Betriebspraktikum an, das den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Berufswelt ermöglichen und zur Erleichterung der Berufswahlentscheidung beitragen soll.
Zum Wohle der Kinder sind die Lehrkräfte um eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern bemüht. Neben Elternabenden, Elternsprechtagen und Informationsveranstaltungen organisiert die Realschule auch Elterngesprächskreise, die sich mit ausgewählten pädagogischen Fragestellungen beschäftigen.
Seit dem 1. Februar 1994 ist die Realschule Speicher auch in die Lehrerausbildung des Staatlichen Studienseminars für das Lehramt an Realschulen in Trier eingebunden. Während ihres Vorbereitungsdienstes von 18 Monaten werden Realschullehreranwärterinnen und -anwärter von Fachkolleginnen und -kollegen betreut. Sie erteilen in der zweiten Phase ihrer Ausbildung, unterstützt durch parallel eingesetzte Lehrkräfte und den Schulischen Ausbildungsleiter, auch selbständig Unterricht.