Solarboot-AG erfolgreich
Seit Monaten hatten sich Schüler (und auch eine Schülerin) der Klassenstufen 7 und 8 auf diesen Tag vorbereitet und ihn voller Spannung erwartet: den Solarboot-Cup. Am Samstag, dem 4. Juli 2009, war es soweit. Mit Eltern und Geschwistern fuhren sie nach Koblenz, wo am Moselstausee die diesjährige Deutsche Solarboot Meisterschaft
ausgetragen wurde.
Die Konkurenz bei den solarbetriebenen Modellbooten war groß, über 50 Teams hatten Boote angemeldet. Alle Schularten waren vertreten, von der Haupschule über Realschulen, Gymnasien bis zu Berufsbildenden Schulen. Mit 11 Teams waren auch Schulen aus Luxemburg vertreten. Viele dieser Teams hatten bereits in den vergangenen Jahren an diesem Wettbewerb teilgenommen und hatten viel Erfahrung sammeln können. Aber unsere Schüler ließen sich nicht entmutigen und vertrauten ihrem Boot Phönix
. Und das mit Recht, denn gleich beim ersten Regattalauf erreichten sie einen respektablen 3. Platz.
Seit Februar hatten sie geplant, geschnitten, geschliffen, lackiert, gelötet und vieles mehr um ein fahrtüchtiges Modellboot zu bauen, das nur durch Solarenergie angetrieben wird. Viele Probleme mussten geklärt werden: welche Bootsform sollte gewählt werden, wo bekommt man Solarzellen günstig, welche Motoren sind geeignet, welche Fernsteuerung kann man benutzen. Viele Fragen und auf alle wurde eine Antwort gefunden. Anfang Mai konnte endlich die Jungfernfahrt auf dem Preister Fischweier stattfinden. Während anschließend noch Restarbeiten und Optimierungen (z. B. andere Schiffsschrauben) anstanden, wurde die Dokumentation zusammengestellt und gedruckt.
Bereits im Vorfeld hatten sie erfahren, dass sie mit mit fast 34 kg das deutlich schwerste Boot an den Start brachten. Mit 16 kg transportierten sie auch die höchste Fracht
. Jetzt mussten sie gleich beim ersten Regattalauf der Gewichtsklasse 5 (schwere Boote) teilnehmen. Und Phönix machte sich gut. Wie ein Walross stampfte es durch die Mosel und schob dank der guten Motoren, die die Schüler nur duch finanzielle Unterstützung der Volksbank Speicher kaufen konnten, eine deutliche Bugwelle vor sich. Wenn der Kapitän
Philipp nicht noch zweimal Pech gehabt hätte — einmal wurde kurzzeitig die Fernsteuerfrequenz durch einen anderen Teilnehmer gestört, ein anderes mal wurde das Boot durch einen Konkurenten an der Wendeboje abgedrängt — hätte die Phönix noch besser abgeschnitten.
In der Gesamtwertung teilt sich unser Schulteam mit einem anderen den zehnten Platz — ein aussergewöhnlicher Erfolg für eine erste Teilnahme am Solarboot-Cup, zu dem die Schulgemeinschaft herzlich gratuliert. Voller Spannung und neuen Ideen warten die Schüler jetzt auf den Solarboot-Cup 2010, an dem sie unbedingt wieder teilnehmen wollen.